Rasnoobrasie – Berlin – Казань


Lutheraner in Tatarstan by mieste
22 Oktober 2007, 7:31 pm
Filed under: In den Medien, Reportagen

Von Mieste Hotopp-Riecke und Anja Hotopp

Katharina die Große rief, sie kamen: Lutheraner im Osten Europas.

Ein kleiner aber äußerst aktiver Teil von Angehörigen der Lutherischen Kirche lebt seit Jahrhunderten im Wolga-Uralgebiet. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS) ist eine Gemeinschaft lutherischer regionaler Kirchen und Gemeinden auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Die ersten lutherischen Gemeinden auf russischem Boden gab es bereits im 16. Jahrhundert. Im Jahre 1576 gestattete Iwan IV. den Bau einer Kirche (St. Michaelis) in Moskau. In der Folgezeit breitete sich die Kirche im russischen Reich aus, und ihre verfassungsmäßigen Rechte wurden durch die Verabschiedung der Satzung von 1832 gesichert. Die Evangelisch-Lutherische Kirche Europäisches Russland zählt 170 Gemeinden und gemeindliche Gruppen. Sie werden von 48 Pastorinnen und Pastoren sowie 50 Predigerinnen und Predigern betreut. Die Gemeinden gehören zu insgesamt zwölf Propsteien, an deren Spitze ein Propst bzw. eine Pröpstin steht. Die Probstei Tatarstan unter Propst Christian Hermann pflegt das geistig-kulturelle Erbe der Wolgadeutschen und unterhält gute Beziehungen nach Deutschland.

Im Geiste Luthers bei den Tataren
Victor Dietz ist stolz auf seine Kirche, auf seine Gemeinde und auf das Erreichte in seiner Stadt. Seit den 1750er Jahren gehören die Deutschen zum städtischen Leben in Kasan, der Tataren-Hauptstadt am Zusammenfluss von Kasanka und Wolga. »Es lebt sich gut hier, denn ein friedliches Miteinander hat Tradition«, erzählt Dietz. Kasan beherbergt schon seit vielen Jahrhunderten verschiedenste Ethnien und Konfessionen. Die Mehrheitsbevölkerung sind muslimische Tataren, aber auch Juden, Russen, Tschuwaschen, Baschkiren, Udmurten und eben Deutsche sind schon lange in der Stadt verwurzelt. So verwundert es nicht, dass der studierte Physiker mit einer Tatarin verheiratet ist.
Die Gemeinde der Russlanddeutschen in Kasan umfasst 500, in ganz Tatarstan 3000 Menschen. Die vergangenen Jahre hat Dietz seine Energie darauf verwandt, wieder ein aktives Gemeindeleben zu schaffen. Das gilt insbesondere für die evangelisch-lutherische Kirche. Aber auch das an die Kirche angrenzende Deutsche Haus ist für alle offen. Kirche und Gemeindedomizil dienen gleichzeitig als Treffpunkt, Veranstaltungs- und Proberaum. Eine Besonderheit sei, so Dietz, die stetig wachsende Gemeinde in Kasan. Einerseits finden immer mehr Wolga-Deutsche zurück zum Glauben, andererseits existiert eine ganz besondere Ökumene. Durch die Aktivitäten der Lutherischen Gemeinde und der »Nationalen Kultur-Autonomie der Deutschen Tatarstans« werden Katharinenkirche und Deutsches Haus immer attraktiver auch für mennonitische, katholische und orthodoxe Christen der Stadt, nicht nur mit deutschen Vorfahren. Der Propsteirat Tatarstans ist zuständig für den gesamten Bereich »Europäisches Russland« und sieht sich in der Tradition der evangelisch-lutherischen Siedler der Zarenzeit als auch der Deutschen Wolgarepublik.
Aufbauarbeit in Tatarstan
Diese Tradition fortzusetzen, hat sich auch Dr. Christian Herrmann auf die Fahnen geschrieben. Bereits seit acht Jahren arbeitet er ehrenamtlich als Pfarrer in der Gemeinde und hilft, das deutsche Erbe Kasans zu verwalten und an alte Blütezeiten wieder anzuknüpfen. Schon vier Gemeinden sind im Kirchenkreis Tatarstan unter seiner Regie entstanden. Ziel des 73-jährigen pensionierten Propstes ist es, »Perspektiven für Russland mit zu entwickeln«. Und in seiner achtjährigen Arbeit hat er einiges erreicht. So gründete er eine ¬Diakoniestation und eine Apotheke in Kasan. Auch dies hat lange Tradition: Die erste Apotheke in Kasan wurde von Deutschen 1855 gegründet.
Für die Kleinsten der Gemeinde wurde der Fröbelkindergarten eröffnet. Der 235 Jahre alten lutherischen Katharinenkirche verhalf Viktor Dietz zu einem neuen Dach. Doch damit sind die Arbeiten an dem alten Gemäuer noch lange nicht beendet. Vor dem Zerfall des Sozialismus diente die Kirche dem sowjetischen Geheimdienst KGB als Turnhalle. Ständige ¬Arbeitseinsätze sollen das Haus wieder in altem Glanz erstrahlen lassen – irgendwann, denn das Geld ist knapp.
Neben diesen baulichen Arbeiten gibt es noch etliche andere Dinge zu tun, die sowohl Herrmann als auch Victor Dietz auf Trab halten. Bedürftige der Stadt können sich einmal
pro Woche in der Sach- und Kleidersammlung gegen eine Spende bedienen, die Herrmann von Deutschland aus organisiert. Die Sommermonate werden genutzt, um die deutschen Gräber auf dem städtischen Friedhof zu pflegen. Dietz und Herrmann wollen auf diese Weise an die lange Tradition der Russlanddeutschen und deren Hinterlassenschaften in Kasan anknüpfen. Die 1804 gegründete Universität, zweitälteste Russlands, wurde mit maßgeblichem Engagement von Deutschen aufgebaut. Der gute Ruf der Stadt zog viele renommierte Wissenschaftler an und brachte große Geister hervor. Karl Ernst Claus entdeckte hier das Ruthenium, Lew ¬Tolstoi studierte in Kasan und Iwan Baudouin de Courtenay begründete hier die moderne Sprachwissenschaft. Auch Wladimir Iljitsch Uljanow studierte an der Kasaner Alma Mater. Damals wurde er allerdings noch nicht Lenin genannt. Und der 1805 aus dem Fürstentum Nassau-Dillenburg nach Kasan gekommene Arzt, Historiker und Ethnograph, Karl Fuchs, zählt noch heute zu den bedeutendsten Gelehrten der Stadt.
Die Deutschen von Kasan waren die Aktivsten in Zeiten von Glasnost und Perestroika, ermunterten auch Russen und Tataren zum Kampf für Menschenrechte und Demokratie. Eine Anekdote aus dieser Zeit gibt Dietz gern zum Besten: Für eine Petition auf Wiedereinrichtung der deutschen Kulturautonomie unterschrieben binnen zwei Wochen tausende Menschen: neben einer Handvoll Russen und den Deutschen Kasans vor allem Tataren!
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Doch die Gemeinde lebt nicht nur in der Vergangenheit. Geschichte und Tradition bieten jedoch Anlass und Gelegenheit, Identität und Zusammenhalt zu stärken. Dies ist bei den Älteren wichtig, so Dietz, um die Abwanderung zu stoppen, bei den Jüngeren, um die Freizeit sinnvoll zu verbringen, Halt zu bieten. Zu den muslimischen und jüdischen Gemeinden der Region bestehen gute Beziehungen. Dies ist eben das Besondere an der Tradition Tatarstans, so Dietz: Während in Nachbarregionen vor ¬allem gegen Juden und Muslime ¬xenophobe Attacken von russischen Nationalisten zunähmen, lebten hier Christen, Muslime und Juden friedfertig und solidarisch.
Unterstützt wird die Arbeit in Kasan unter anderen vom »Martin-Luther-Bund e.V.«, dem Diasporawerk der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Fahrstraße 15, 91054 Erlangen, Telefon (09131) 7870-0.
Kontonummer 12304, Sparkasse Erlangen, BLZ 76350000, Kennwort: Deutschen Haus Kasan. http://www.mlb-zentrale.de

siehe auch evangelische Lamdeszeitung „Glaube und Heimat“ unter: http://www.guh-cms.de/guw/welt/40-2007.html



Deutsches Wetter und tatarische Improvisation – Sabantui in Berlin / немецкая погода и татарская импровизация – Сабантуй в Берлине by Robert
23 Juni 2007, 5:49 pm
Filed under: Reportagen

Schon seit Tagen spielt das Wetter in Berlin verrückt. Strahlend blauer Himmel und Gewitter wechseln sich im Rhythmus von wenigen Stunden ab. So hielt mich auch heute Regen den größten Teil des Nachmittags davon ab, das tatarische Sabantuifest zu besuchen. Erst kurz vor fünf traf ich am Veranstaltungsort, einem Park im Stadtteil Lichtenberg, ein. Hier war keine Spur von einem Fest zu sehen. Ich ging also ins nahegelegene Theater, wo für sechs Uhr ein Konzert mit klassischer tatarischer Musik angekündigt war. Dort kam ich gerade noch rechtzeitig, um den Klängen von „I Tugan Tel“ – der inoffiziellen Nationalhymne der Tataren – und den Dankesworten zum Schluß der Veranstaltung zu lauschen. Aufgrund des Unwetters war das Konzert kurzerhand um einige Stunden vorverlegt worden. Ob ich nun ganz umsonst gekommen wäre, fragte ich etwas enttäuscht die Dame am Eingang. Nein, nein, versichterte sie, es werde noch irgendein Programm geben, was genau, müsse man sich jetzt überlegen. Und nur wenige Minuten später hatte man sich dann tatsächlich etwas ausgedacht: es sollte mit einer tatarischen Disco auf der Terrasse des Theaters weitergehen. Ein paar Eindrücke hiervon vermitteln die Videos unten.

Уже долгое время капризничает погода в Берлине. Лучезарно синее небо и гроза чередуются в ритме несколько часов. Таким образом, дождь удерживал меня сегодня во второй половине дня оттого, чтобы я посетил татарский праздник Сабантуй. Я прибыл на место проведения мероприятия незадолго до 5 часов, в парк в районе Лихтенберг. Здесь не было и следа от праздника. Я пошел в близлежащий театр, где за 6 часов был объявлен концерт с классической татарской музыкой. Туда я прибыл как раз своевременно, чтобы внимательно послушать звуки „И туган тел“ и слова благодарности в конце мероприятия. Из-за шторма концерт был незамедлительно перенесен на несколько часов ранее. Напрасно ли я пришел, я спросил несколько разочарованно даму у входа. Нет, нет, уверяла она, должна быть еще какая-либо программа, что точно, сейчас необходимо обдумать. И в самом деле, через несколько минут кое-что придумали: все должно было продолжиться с татарской дискотекой на террасе театра. От этих впечатлений осталось видео (наверху).

Further Informations on Sabantuy and Tatar Music:

– Modern Tatar Music (Alsu Abramova, Zulya, Albina Apanayeva,

– Traditional Art (Gulzada Saifiullina, CCCC,

– Rock and other

– Jazz and Classics (

Sabantuy 2006 Berlin Clip



Kasan – Europas Bruecke zum Orient / Казань – мост между Европой и Востоком by paulomichael
11 Juni 2007, 10:05 am
Filed under: Reportagen

Die Wolga-Stadt Kasan ist zum Sinnbild einer friedlichen Koexistenz von Islam und Christentum geworden. Zwischen Tartaren und Russen, die jeweils fast die Haelfte der Kasaner Bevoelkerung ausmachen, existieren keine Mauern, vielmehr verfließen beide Nationalitaeten in einem Schmelztiegel zusammen, der das Stadtbild prägt: Neben orthodoxen Kreuzen auf den Kirchenkuppeln ragen goldene Halbmonde auf schlanken Minaretten in den Abendhimmel. Vor einer Kirche verkaufen Greise islamische Gebetskettchen und Bilder mit aufgemalten Koran-Suren. Frauen mit züchtigem Kopftuch spazieren neben Mädchen in hautengen Röcken und gefärbten Haaren die Strasse entlang. Die Hauptstadt Tartarstans präsentiert sich so als Brücke zum Orient, die Westen und Osten, Christentum und Islam, Slawen und asiatische Völker miteinander verbindet.

Das tolerante Miteinander der Glaubensgemeinschaften hat sich über Generationen tief in den Köpfen der Kasaner verankert und sogar Grenzen zwischen Religionen und Nationalitäten verwischt: In der Mardzhani-Moschee etwa sticht zu den Gebetszeiten ein blonder Schopf unter den Schwarzhaarigen hervor. Der Kopf gehört zu Iwan, einem jungen Russen, der aus Pensa nach Kasan kam. Der 24-Jährige kämpft sich fünf Mal am Tag durch den stockenden Verkehr der Millionenstadt, um mit seinen tartarischen, usbekischen und kaukasischen Glaubensbrüdern in Richtung Mekka zu beten. Während seines Militärdienstes in Kasan durchlebte Iwan eine Lebenskrise. „Zuviele Frauen und zuviel Alkohol“, bringt er es mit Reue und in fünf Wörtern auf dem Punkt. Halt und einen Sinn im Leben fand er im Koran. Mit diesem Bekenntnis kann er im übrigen Rußland viele Mitmenschen schocken, in Kasan löst das bei kaum jemandem Verwunderung aus. Auch die 21-jährige Gusel hätte dafür nur ein Schmunzeln übrig, erlebt sie doch in ihrer eigenen Familie, dass die Rechnung „Tartare gleich Moslem“ und „Russe gleich Christ“ nicht überall gilt. Ihr Vater ist Tartare, ihre Mutter gläubige orthodoxe Russin. Und sie bekannte sich vor einem Jahr zum Katholizismus. In diesem Jahr kehrt sie Tartarstan den Rücken zu, um in Rom katholische Theologie zu studieren. Mit Unterstützung ihrer Eltern.
Der Glaubensweg von Iwan und Gusel mögen Einzelfälle sein. Sie zeigen aber, dass Religion und Nationalität zwischen den Menschen in Kasan keine unüberwindbaren Gräben schafft, sondern auch Brücken schlägt. Die Menschen verbindet Toleranz und gegenseitige Anerkennung, die architektonisch durch das Nebeneinander der Mutter-Gottes-Kirche und der nach mittelalterlichem Vorbild neu aufgebauten Moschee „Kul-Scharif“ im Kasaner Kreml symbolisiert wird. Doch Kirchenkreuz und Halbmond standen in der 1000-jährigen Geschichte Kasans nicht immer friedlich beieinander. Zu Zeiten des Tataren-Khanats gab es im Kreml von Kasan nur Moscheen, nach der Eroberung der Stadt durch die Soldaten Iwans des Schrecklichen nur noch Kirchen. Erst Ekaterina II. schuf gleiche Rechte für Christen und Moslems und somit das Fundament für die heute 23 Moscheen und 16 Kirchen in Kasan. Selbst Anfang der 90-er Jahre, als tatarische Nationalisten die völlige Unabhängigkeit von Moskau forderten, deuteten sich keine Risse in diesem Fundament an.
Kasan ist allerdings nicht nur ein Schmelztiegel der Religionen, sondern auch der Traditionen und Bräuche. Im Kalender reihen sich neben den muslimischen und christlichen auch russiche und tatarische Feiertage aneinander. In diesem Jahr konzentrieren sich allerdings alle gesellschaftlichen Kräfte auf das 1000-jährige Jubiläum Kasans am 30. August. Auf dem Festprogramm steht die Eröffnung der ersten Kasaner Metrolinie und der größten Moschee Europas „Kul-Sharif“. Gefeiert wird jedoch abseits des Geschehens auf den unzähligen Bühnen rund um den Kreml. Einen Vorgeschmack auf die Stimmung, die an diesem Tag in den Straßen von Kasan herrschen wird, bot das farbenfrohe „Sabantui“, das tartarische Saatgutfest, bei dem junge Männer ihre Kräfte in archaischen Sportarten messen. Es gilt als schnellster einen 25 Meter hohen Pfahl hochzuklettern oder das Pferd als erster über die Ziellinie zu peitschen. Am meisten schenkt jedoch das Publikum dem Keresch, dem tartarischen Ringen, seine Aufmerksamkeit. In der Königsdisziplin des „Sabantui“ treten je nach Gewichtsklasse unter Johlen und Pfeiffen der meist männlichen Zusachauer schwächliche Jünglinge oder ausgewachsene Hühnen gegeneinander an, um sich gegenseitig auf die Matten zu werfen. Doch nur dem Sieger in der höchsten Gewichtsklasse gebührt der Triumph und der Hauptgewinn, einen lebenden Hammmel. Und das auch nur, wenn er das Tier mit eigener Kraft über die Schultern stemmt. Spätestens hier spürt der Fremde: Man ist schon einen Schritt in Asien.

Город на Волге Казань стал символом мирного сосуществования ислама и христианства. Между татарами и русскими, которые составляют соответственно почти половину казанского населения, не существуют никакие стены, скорее обе национальности расплываются в тигле вместе, который создает вид города: на вечернем небе наряду с ортодоксальным скрещиванием на церковных куполах возвышается золотой полумесяц на стройных минаретах. Перед церковью продают древние исламские цепочки молитвы и картины с нарисованными сурами Корана. Благовоспитанные женщины в платках гуляют на улице с девочками в облегающих юбках и окрашенными волосами. Столица Тартарстан предстает как мост, который связывает запад и восток, христианство и ислам, славянина и азиатские народы друг с другом. Толерантное взаимодействие религиозных общин разных поколений заложено глубоко в головах казанцев и стерло даже границы между религией и национальностями: в мечети Марджани выделяется белокурый хохол, например, во времена молитвы среди черноволосых. Голова принадлежит Ивану, молодому русскому, который прибыл из Пензы в Казань. 24-летний борется 5 раз в день за продвижение миллионного города, чтобы молиться с татарскими, узбекскими и кавказскими братьями в вере в направлении Мекки. Во время его военной службы в Казани Иван переживал жизненный кризис. „Слишком много женщин и слишком большое количество спирта“, он приводит это с раскаянием и в 5 словах. Мол, и смысл в жизни он находил в Коране. Этим признанием он может шокировать в остальной России многих, в Казани удивление вызывает только у некоторых. 21-летняя Гузель имела бы на это только усмешку, в остальном, все же, она испытывает в ее собственной семье, как и другие.

Высказывания „Татарин похож на мусульманина“ и „Руский похож на христианина“ признается не везде. Ее отец – татарин, ее мать ортодоксальная русская. И она признавала в последнее время католицизм. В этом году она поворачивается к Татарстану спиной, чтобы изучить католическую теологию в Риме. При поддержке ее родителей. Религиозной дорогой Ивана и Гузели могут быть единичные случаи. Однако, они показывают, что религия и национальность не создает никакие непреодолимые пропасти между людьми в Казани, но и бьет мосты. Толерантность и взаимное признание связывают людей в архитектурном плане одновременным существованием церкви Божьей матери и недавно построенной по средневековому образцу в Казанском Кремле мечети „Кул-Шариф“. Все же, церковный крест и полумесяц стояли не всегда мирно вместе в 1000-летней истории Казани. Во времена Татарского Ханства в Кремле Казани имелись только мечети, после захвата города, солдатами Ивана Грозного, остались только лишь церкви. Только Екатерина II отдала те же самые права для христиан и мусульман и, таким образом, сегодня в Казани созданы 23 мечети и 16 церквей. Даже в начале 90-ых годов, когда татарские националисты требовали полной независимости от Москвы, никакие трещины не намечались в этом основании. Однако, Казань является не только тиглем религии, но и традиций и обычаев. В календарях наряду с мусульманским и христианским отмечаны также русские и татарские праздники. Однако, в этом году все общественные силы концентрируются на 1000-летнем юбилее Казани 30 августа. В установленной программе стоит открытие первой в Казани линии метро и самой большой мечети Европы „Кул-Шариф“. Празднуется на сцене около Кремля, в далеке от развития событий. Красочное представление предлагал праздник „Сабантуй“, который будет господствовать в этот день на улицах Казани, татарский праздник посевного зерна, где молодые мужчины борются в различных видах спорта. Необходимо взобраться на столб высотой 25 м или первым прискакать на лошади до финиша. Тем не менее, больше всего публика большое внимание уделяет татарской борьбе Кереш. Все же, только победителю в наивысшей весовой категории подобает триумф и основной выигрыш, живой баран. И это даже, если он поднимает над головой животное с собственной силой через плечи. Позже здесь ощущается иностранное: это является уже шагом в Азию.