Rasnoobrasie – Berlin – Казань


Musa-Dshalil-Archiv der Projektgruppe „Rasnoobrasie“ by mieste
3 Januar 2008, 2:09 pm
Filed under: Unser Archiv

In diesem Archiv sind Materialien zu finden, die bisher noch nicht oder bereits nicht mehr allgemein zugänglich sind und uns im Kontext unseres Forschens und Diskutierens zu Händen kamen. Dies betrifft sowohl Archivmaterialien, als auch ältere Artikel, zeitgenössische Dokumente und Fotos zu den Themenblöcken „Geschichtsbilder“ und „Migration“ nicht ausschließlich aber vornehmlich mit Bezugnahme auf Musa Dshalil.

Die deutsche Musa-Dshalil-Forschung nahm 1955 ihren Anfang. In der Zeitschrift „Sowjet-Literatur“ erschienen die ersten Gedichte in deutscher Übersetzung in der DDR, die Franz Leschnitzer besorgte. Im gleichen Heft findet sich der erste Artikel auf deutsch über Musa Dshalil von Juri Korolkow. Dieser Artikel inspirierte den Dolmetscher und Journalisten Leon Nebenzahl zu Nachforschungen über die näheren Todesumstände von Musa Dshalil und seiner Gefährten. Erstes Ergebnis dieser Forschungen war der Artikel „Der Tod des tatarischen Dichters Mussa Dshalil“ von 1967 in der „Zeitschrift für Geschichtswissenschaft“ (XV. Jg., Heft 3, S. 459-461). Im Jahre 1984 dann erschien Nebenzahls Buch „Mein Leben begann von Neuem“ aus dem wir die Dshalil-relevanten Kapitel mit freundlicher Genehmigung des Dietz-Verlages Berlin online stellen. Dies trifft auch zu für den Beitrag „Auf den Spuren Mussa Dshalils“ im Sammelband „Im Zeichen des Roten Sterns – Erinnerungen an die Traditionen der deutsch-sowjetischen Freundschaft“ aus dem Jahre 1974. Für Anregungen und Recherchetipps danken wir dem Dshalil-Forscher Horst Herrmann aus Berlin und der jüngsten Tochter von Musa Dshalil, Frau Tschulpan Shalilova in Moskau.

Neuere zeitgenössische wissenschaftliche Artikel etwa aus „Osteuropa“ und „Osteuropa spezial“ oder populärwissenschaftliche Artikel aus tatarischen und russischen Zeitschriften unterliegen in den meisten Fällen noch dem Urheberschutz. So können und sollen unten gelistete Scans keinen Anspruch auf einen Status einer abgeschlossenen Materialsammlung erheben, sondern Anlass geben, uns als Wissenschaftler dabei zu unterstützen, rares Material für alle Interessierten zusammenzustellen. Die im Internet zugänglichen Informationen und Quellen haben wir im Internet-Archiv zu Musa Dshalil zusammengestellt.

Mieste Hotopp-Riecke, Mag. Art. / Läisän Kalimullina, M.oec.


Hier erschienen erstmals die Gedichte „Gebirgsfluss“, „Dem Henker“ und „Traum“. In: Sowjet-Literatur, Nr. 9, September 1955, S. 130-132.

Korolkow, Juri: Leben und Tod Mussa Dshalils. In: Sowjet-Literatur, Nr. 9, September 1955, S. 151-156.

Dies sind die Kapitel „Nachforschungen über Jahre“, „In einer Front“, „Die Einladung nach Kasan“, „Endgültige Klarheit“, „Amina Dshalil in unserer Republik“ und „In der DDR auf Friedenswacht“ (S. 94-112).

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Aus „Sowjet-Literatur“, 9, 1955, S. 151-154 (Ausgabe Berlin):

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Aus „Sowjet-Literatur“, 9, 1955, S. 130-132, 151-154 (Ausgabe Moskau):

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Aus „Zeitschrift für Geschichtswissenschaft“, 1967, Heft 3:

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Leon Nebenzahl: Die letzten Tage von Musa Dshalil. In: Literaturnaja Gazeta, Moskau, 10. Januar 1959, Nr. 5 (3971), S. 4.

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Aus: „Mein Leben begann von Neuem“ von Leon Nebenzahl, Dietz-Verlag Berlin, 1985.

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Aus: Neue Deutsche Literatur, Berlin: Aufbau / Deutscher Schriftsteller-Verband, Nr. 2, 1966, S. 111/112.

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Aus: Troika – Informationsblatt der Berliner Freunde der Völker Russlands, Dezember 2005, S. 6.

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Aus: Verhangen war mit Tränenrauch – Gedichte gegen Faschismus und Krieg. Berlin: Volk& Welt, 1. Aufl., 1981, S. 27.

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Aus: Bertugan – Eine unabhängige tatarisch-baschkirische Kulturzeitschrift, Weiler am Rhein: Verlag Bertugan, Nr. 1 / Februar 2006, S. 1-10.

Bertugan_Februar06

Aus: Yana Dunya, 19. Februar 2006, S. 4 [Crimean Tatar Weekly „New World“], Author: Ablyaziz Veliyev.

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Aus: Milliyat (Die Nation), Nr. 1, März 2007, S. 2Unabhängige Zeitschrift des Weltkongresses der Tataren, erschienen als Beilage von Татарские Новости / Tatarskie Novosti (Tatarische Nachrichten), Moskau, Nr. 3 (152) 2007.

Der Autor Röstäm Gaynetdinov ist Referent für Außenbeziehungen des Weltkongesses der Tataren und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan.

Jenakajew, Rawil: Das Moabiter Heft. In: Sowjetliteratur, Nr. 1, 1986, S. 131-134.

Neuere Veröffentlichungen:

Heller, Klaus / Göckenjan, Handgerd / Gilyazov, Iskander / Gimadejew, Ilschat / Plamper, Jan:  Die heutige nationale „Wiedergeburt“ der Tataren in Rußland. Forschungsprojekte im Rahmen der Universitätspartnerschaft Gießen-Kasan. In: Lauterbach, Christel (Red.): Spiegel der Forschung, Gießen: JLU, Nr. 1, Juni 2001, S. -89. (Online unter URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4038/pdf/SdF2001_1-S84-89.pdf)

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[…] widmen sich dem Erbe des großen Humanisten Dschalil. Ein Dschalil-Archiv ist im Aufbau (Trialog e.V. in Kooperation mit ICATAT), Veranstaltungen in Dresden, Frankfurt und Berlin zum Todestag im August sind geplant, […]

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