Rasnoobrasie – Berlin – Казань


Teil Migration, Donnerstag, 20. Dez. 2007 by leysan
21 Dezember 2007, 7:13 am
Filed under: Unser Archiv

Am Donnerstag wurde der Teil des Seminars weiterentwickelt, der sich mit Migration beschäftigt. Der Arbeitstag begann mit einer Einführung über Interviewmethoden (Philipp Jäger). Am späten Vormittag waren wir zu Besuch bei der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales[1] und führten ein Gespräch mit der Referentin der Senatsverwaltung Frau Pohl. Die Vertreterin der Senatsverwaltung hat in ihrem Vortrag ein Überblick über die Migrantenstatistik in Deutschland und Berlin gegeben. Sie stellte uns auch eine Reihe von Veröffentlichungen vor, die dem Thema Ausländer in Deutschland bzw. Berlin gewidmet sind. Nach dem Mittagsessen in einem chinesischen Cafe fand die Diskussion über die Ergebnisse des Gesprächs in der Senatsverwaltung Berlin für Migration statt. Nachmittags berichtete Mieste Hotopp-Riecke über die Geschichte der tatarischen Migration nach Deutschland. Es ist wahrscheinlich für viele von uns überraschend, dass die ersten Kontakte mit Tataren in Europa in das Jahr 1656 zurückreichen. Dieses Datum war der Beginn regen diplomatischen Austauschs zwischen den Khanen der Krim und Brandenburg-Preußen. Die zweite interessanteste Information des Vortrags ist, daß bereits ab dem Jahre 1732 tatarische „Lange Kerls“, die Leibgarde des Soldatenkönigs, einen islamischen Gebetsraum in Potsdam nutzten. Heutzutage leben in Deutschland nach Schätzungen der Turkologen etwa 220.000 Menschen tatarischer Herkunft.

Im folgendem Vortrag von Herrn Ildar Kharissov zum Thema Schicksale usbekischer, tatarischer und aserbaidschanischer Frauen in Deutschland wurde die Genderaspekt der Migration und Integration in die deutsche Gesellschaft gezeigt. Nach der Meinung von Ildar Kharissov, sind die usbekischen, tatarischen und aserbaidschanischen Frauen mit muslimisch-sowjetischer Sozialisierung als Migrantinnen in Deutschland sehr aktiv und selbständig. Fortsetzung folgt…


[1]Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Straßburger Straße 56; U2 Bhf. Rosa-Luxemburg-Platz
Advertisements

1 Kommentar so far
Hinterlasse einen Kommentar

Ich kann die Motivation, diesen Beitrag zu verfassen, gut nachvollziehen. Das ist bestimmt manchen schon so ergangen.

Kommentar von Niko Scholze




Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s



%d Bloggern gefällt das: