Rasnoobrasie – Berlin – Казань


Tuesday, 13. November 2007,
28 November 2007, 4:34
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Lectures: Dr. Marat Gibatdinov on Images of history in russian and modern western european history textbooks . And: Mr. Victor Dietz on Problems of Russia-Germans identity and history

Bei einem Vortrag von Marat M. Gibatdinov ging es um die Darstellung und Analyse von Geschichte in Lehrbüchern als einem fundamentalen Faktor der Bildung von Geschichtsbildern in der Bevölkerung. Gibatdinov ist Senior Researcher des Historischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan Šigabutdin Mardžani und Vorsitzender des Verbandes der Geschichtslehrer der Republik Tatarstan.

Die herkömmliche Weise der Darstellung von Geschichte hat nach Gibatdinov nicht selten für die Etablierung von Stereotypen, Vorurteilen und Feindbildern gesorgt. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Darstellung in Westeuropa als eine Ursache für damalige Probleme erkannt. Somit wurde zu der Zeit ein erster Paradigmenwechsel bei der Geschichtsvermittlung eingeleitet. Weitere Paradigmenwechsel folgten in Westeuropa in den 70er Jahren (v.a. didaktischer Natur) und im ehemaligen Ostblock gegen Anfang der 90er Jahre.

Nach Meinung von Gibatdinov sollte sich ein modernes Bildungssystem grundsätzlich zum Ziel setzen, die Schüler zum unabhängigen Denken, zum selbständigen Analysieren und zur eigenen Meinungsbildung anzuregen. Außerdem sollte es Demokratie, die Bildung einer Zivilgesellschaft, Toleranz und Polykulturalität fördern.

Aus diesen allgemeinen Zielen für Bildung ergeben sich auch bestimmte Aufgaben für den Geschichtsunterricht. Er sollte in erster Linie lehren zu Lernen anstatt nur Fakten zu vermitteln; er sollte zur Überwindung von Stereotypen, Feindbildern und Vorurteilen beitragen, anstatt diese zu verstärken; er sollte nicht ideologisieren sondern multiperspektivische und kritische Ansätze fördern; er sollte zwischenethnischen Konflikten vorbeugen und nach Konflikten zum Dialog anregen; er sollte helfen, eine gemeinsame Identität zu konstruieren und verschiedene Seiten und Beurteilungen von Geschichte aufzeigen. Der Geschichtsunterricht sollte vielseitiger werden, beispielsweise Minderheiten, das Alltagsleben, Gender-Thematiken, Umwelteinflüsse oder Oral History mit einbeziehen.

Als Beispiel für eine gelungenes Geschichtsbuch zeigte Gibatdinov uns Seiten aus einem kroatischen Lehrbuch. In diesem Buch überwog nicht der Text – Geschichte wurde auf verschiedenen Ebenen vermittelt, zum Beispiel durch Denkblasen, die verschiedene Meinungen ausdrückten, durch Bilder, die als Quellen und nicht nur zur Illustration dienten, durch farbliche Gestaltung der einzelnen Lehrfunktionen und durch genaue Quellenangaben. Insgesamt erfüllte es den Anspruch eines multiperspektivischen, modernen Lehrbuchs.

Zum Abschluss des Vortrags sahen wir eine PowerPoint-Präsentation des Georg-Eckert-Instituts für Internationale Schulbuchforschung in Braunschweig, das sich unter anderem dem Aufspüren und Entfernen von Stereotypen, Vorurteilen und Gebietsansprüchen aus Schulbüchern widmet. Aus der Präsentation wurde deutlich, dass auch heutige Schulbücher noch lange nicht frei von solch einseitigen Darstellungen sind, wenn auch meist subtiler oder indirekter als noch vor einigen Jahrzehnten. Um sie aufzuspüren, muss man verstärkt zwischen den Zeilen lesen.

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem die Frage nach dem Einfluss des russischen Staates auf den Inhalt von Geschichtsbüchern gestellt. Auch im aktuellen Russland wird eine starke staatliche Kontrolle auf Lehrbücher ausgeübt, während die wissenschaftliche Gemeinschaft kaum Mitspracherechte hat. Dies führt dazu, dass immer noch gefährliche oder zumindest unwissenschaftliche Ansätze ihren Einlass in Geschichtslehrbücher finden – zum Beispiel steht der Autor eines aktuell von Putin unterstützten Lehrbuchs völlig außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Der Inhalt seines Buches knüpft an sowjetische propagandistische Darstellungen Russlands als Weltmacht an.

Aufgrund dieser Problematik wurde noch einmal die Notwendigkeit betont, Lehrbücher auch im Unterricht immer kritisch und nur als eine mögliche Quelle zu betrachten. Auch vermeintliche Fakten müssen immer wieder hinterfragt und von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet werden.

Der zweite Vortrag des Tages wurde von Dasha, einer Kazaner Kommilitonin, gehalten. Es ging um Parallelen zwischen der offiziellen sowjetischen Historiographie und der aktuellen Geschichtsschreibung in den Ländern Zentralasiens. In beiden Fällen spielte die Wissenschaft eine der Propaganda untergeordnete Rolle, Geschichte wurde unter anderem für den Zweck der nationalen Mythenbildung uminterpretiert oder missbraucht. Am Ende des Vortrags stand der Appell, Geschichte und Politik möglichst sauber zu trennen, damit Geschichte überhaupt die Chance hat, wissenschaftlich und möglichst objektiv dargestellt zu werden.

In der anschließenden Diskussion haben wir die Rezeption von Musa Dzhalil zu Sowjetzeiten in das vorgetragene Konzept der offiziellen sowjetischen Geschichtspolitik eingeordnet. Auch Musa Dzhalil wurde zu Propagandazwecken als Held der Sowjetunion verehrt, auch wenn er bei einer Rückkehr aus der Nazigefangenschaft sehr wahrscheinlich – wie so viele andere auch – als Kollaborateur oder möglicher Verräter deportiert worden wäre. Die Heldenverehrung diente der Identifikation und der Solidarisierung der Sowjetbürger mit dem Regime.

Weitere Ergebnisse der Diskussion, die sich auch wieder auf den Vortrag von Marat Gibatdinov bezog, waren, dass man sich bei der Darstellung von Geschichte von dem traditionellen eurozentrischen Ansatz entfernen sollte, um eine vielseitigere Darstellung von verschiedenen Weltregionen zu erreichen. Internationale Kooperationen von Geschichtsdidaktikern bei der Erstellung von Schulbüchern sind hierfür ein positiver Ansatz.

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Im letzten Vortrag des Tages von Viktor Dietz ging es um die Geschichte und Identität der Russlanddeutschen. Dietz ist der Geschäftsführer des Deutschen Hauses in Kazan, Vorsitzender der Kazaner Karl-Fuchs-Gesellschaft, Vorsitzender des Probsteirates der Evangelisch-Lutherischen Kirche des europäischen Teils Russlands und Vorsitzender der Deutschen Kulturautonomie der Republik Tatarstan. Er vertrat die These, dass sich die Russlanddeutschen seit dem Zweiten Weltkrieg zu einem eigenen Ethnos formiert haben, dessen historische Heimat zwar Deutschland sei, dessen aktuelle Heimat aber in Russland liegt.

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Bis zum Zweiten Weltkrieg konnte unter den Russlanddeutschen von keiner gemeinsamen Identität die Rede sein, weil sie auf die unterschiedlichsten Regionen des Russischen Reichs bzw. der Sowjetunion verteilt waren und verschiedene Dialekte benutzten. Zu dieser Zeit konnte man die Russlanddeutschen identifikatorisch eher in Stadt- und Landbewohner, in urbane und dörfliche Deutsche einteilen.

Der Zweite Weltkrieg bedeutete für einen Großteil der Russlanddeutschen eine gemeinsame traumatische Erfahrung – plötzlich wurden sie „den Feinden“ zugerechnet und massenweise als potentielle Verräter deportiert. Dies ist nach Dietz die Geburtsstunde einer gemeinsamen russlanddeutschen Identität. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie auch schon viele Gewohnheiten und Traditionen aus der sie umgebenden russischen Bevölkerung übernommen und die Angst vor Verfolgungen hatte zu einem besonders hohen Grad an Assimilation und Mischehen geführt.

Heute leben noch ca. 597000 Russlanddeutsche in der Russländischen Föderation, davon 3000 in der Republik Tatarstan und ca. 500 in Kazan. Ungefähr 2.700.000 Russlanddeutsche sind nach Deutschland emigriert, ca. 1500 davon sind in jüngerer Zeit in die Russländische Föderation zurückgekehrt, weil sie sich in Deutschland nicht integrieren konnten. Im Jahre 1994 kam es zum Höhepunkt der Abwanderung von Russlanddeutschen nach Deutschland, die Erwartungen der Rückwanderer wurden in Deutschland allerdings häufig nicht erfüllt, weil sie – nach der Theorie von Dietz – erkennen mussten, dass ihre aktuelle Heimat nicht mehr in Deutschland sondern in der Russischen Föderation liegt.

Widersprüchlich wurde der Vortrag von Herrn Dietz vor allem an den Stellen, an denen er versucht hat, die Prozesse der Bildung von Ethnien oder Nationen anhand der Theorien von Lev Gumelov zu erklären. Nach dessen Theorien sind Ethnien biologisch bedingte Einheiten, die als Passionäre wachsen und sich entwickeln und einem bestimmten Höhepunkt zuzustreben um anschließend unterzugehen. Diesen Prozess durchlaufen alle Ethnien und Nationen, sie befinden sich nur in unterschiedlichen Stadien.

Diese Theorie wurde in der anschließenden Diskussion heftig diskutiert. Nicht nur ist es unhaltbar, Ethnien als biologische, homogene Einheiten darzustellen, die sich unabhängig voneinander in der Geschichte bewegen – spätestens seit Benedict AndersonsImagined Communities“ ist es wissenschaftlicher Konsens, dass es sich bei Ethnien um vorgestellte Gemeinschaften im Bewusstsein der Mitglieder handelt, die ohne biologische Grundlage der Selbst- und Fremdeinordnung dienen – auch der lineare Ablauf eines Aufstiegs und Niedergangs einer jeden Ethnie ist reichlich vereinfachend, um nicht zu sagen, schlicht falsch. Er ist mit einem modernen Konzept von dynamischer und wandelbarer Identifikation, mit der Vorstellung von kognitiven Prozessen der Selbst- und Fremdverortung, nicht vereinbar.

Dietz widersprach sich auch selbst, als er von einer Neuformierung einer russlanddeutschen Ethnie aufgrund von kulturellen russischen Einflüssen und aufgrund des traumatischen Erlebnisses des Zweiten Weltkriegs sprach – hier kann es offensichtlich keine biologische Fundierung einer neuen Identität geben.

Johanna Sievers



Souvenir Souvenir
23 November 2007, 7:40
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Popular Souvenirs from Tatarstan:

handy-noblesse.jpg1heilige-erde.jpg2 kanne-fur-den-vollen-teegenus.jpg3 khalva.jpg4 kumis.jpg5

tschistai.jpg6 tubetejke.jpg7 wodka-alt-kazan.jpg8 wodka-khanskaja.jpg9 cimg2764.jpg10 11
From left to right:

1 Handmade pockets für mobile phones

2 Sacred soil from last home of Mulla Hadshi (Мулла Хаджи)

3 Teapot made in Kazan

4 Khalva / Helva (from arabic: حلوى ḥalwā (sweet), traditionell sweets also from Idil-Ural-Region

5 Kumis, fermented horse milk

6 Čistay, traditional herbage liqueur from „Tshistay“-Company at Friedrich-Engels -Street, City of Tshistay / Tshistopol, Tatarstan

7 түбитейки / tubeteyki (left one from Tatarstan- made in Tatarstan, right one from Tatarstan – made in China)
8 Wodka „Old Kazan“

9 Wodka „Khanskaya 1657″

10 Key fobs (left: The State symbol of Tatarstan, an aliferous snow leopard or Irbis)

(right: The Main Moshque of Tatarstan, Qul Sharif Moshque)



Donnerstag / Thuersday , 15.11.2007 (Läysän Kälimullina)
23 November 2007, 10:00
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MIGRATION / DEUTSCHLAND / TATARSTAN

Peer hat in seinem Vortrag vorgestellt, warum das Thema Migration in Deutschland wichtig ist. Wegen der niedrigen Geburtsraten und sinkenden Bevölkerungszahl braucht Deutschland Migranten. Durch den Konflikt der unterschiedlichen kulturellen Codes, die MigrantInnen nach Deutschland mitbringen, entstehen verschiedene Spannungsfelder und Konflikte (Ehrenmorde, Gewalt in Schulen, Terroranschläge u.a.). Die klassischen theoretischen Modelle zum Thema Migration können aber keine richtigen Erklärungen für diese Problemfelder geben. Die neuen Modelle zu Migration sollten die aktuellen marktwirtschaftlichen, politischen und informationellen Bedingungen in der Welt, und vermittels dadurch auch Globalisierung und Transmigration berücksichtigen.

Von Peer wurde zur anschließenden Diskussion die Frage über die Migration und mit Ausländern verbundenen Problemen in der Russländischen Föderation gestellt, z.B., über die Ermordungen von ausländischen Studenten in St. Peterburg. Ob der Chauvinismus in Russland steigt?

Nach der Meinung der Kazaner Gruppe, und zwar Bulat Kh., ist das Migrationsproblem mit der Migration der Völker des Kaukasus’ nach Moskau und andere Regionen Russland in Zusammenhang zu sehen. Der Krieg in Tschetschenien und die daraus resultierenden Flüchtlingsströme aus der kaukasischen Republik haben durch das negative Bild in den Medien feindliche Stimmungen der russländischen Bevölkerung gegenüber den Tschetschenen und überhaupt Kaukasiern provoziert. (ich möchte hier eine kleine Bemerkung machen, dass hier aber nicht über ausländisches Migrationsproblem geredet werden kann, weil die Tschetschenen die Bürger der Russländischen Föderation sind).

Weiter wurde diskutiert, warum das Problem der organisierten Neonazi-Gruppen von der Russländischen Regierung nicht entschieden angegangen wird. Argument der Berliner Gruppe: am Beispiel der UKOS, NGOs zeigt man, dass die Regierung Russlands von ihr problematisch gesehenen Organisationen ziemlich einfach und zielstrebig neutralisieren kann. Die Kasaner Gruppe meinte, es ist nicht so, weil die Nazis meißt nicht offizielle und offene Strukturen sind.

Es wurde auch klar, dass jede Gruppe den Begriff Nationalismus anders versteht. Es ist meistens so, dass die Menschen in Russland im Terminus National gar keine negative, gegenüber anderen Nationen oder Individuen gerichtete Bedeutung einlesen. Anders ist die Bedeutung des fast tabuisierten Wortes National in Deutschland, die im Hintergrund die Geschichte des Nationalsozialismus hat.

Die Frau des Sohnes von Musa Džalils, Raissa Zalilova, hatte Artikel und Bilder über Musa Džalil mitgebracht. Sie wusste über ihn auch nur durch Filme und Bücher. Sie meinte, Džalil ist ein Held, weil er den Nazis widerstehen konnte, und ein jeder von uns kann so ein Held werden.

R. Valiullin, der Vorsitzende des Religionsrates Tatarstans, gab im zweiten Block einen Überblick über das Zusammenleben der Religionen in Tatarstan. Der Religionsrat ist eine zivilgesellschaftliche Plattform, die die Kommunikation zwischen den Vertretern der Religionen Tatarstans und der Regierung ermöglichen soll. Es wurde erwähnt, dass der Religionsrat eine der wenigen (ähnlichen oder gar die einzige) Institutionen in der ganzen Russlandischen Föderation sei.

Am späten Nachmittag haben die ausländische Studenten der KGU über ihre Erfahrungen und Probleme des Lebens in Kasan berichtet. Es fiel auf, dass die chinesische Studentin die russischen Studenten am Anfang zu offen fand, und der amerikanische und der kolumbianische Student könnten sich gar nicht vorstellen, dass sie in Russland für immer wohnen zu bleiben. Sie hatten nie Aggression sich gegenüber in Kasan erlebt und haben hier kein Angst, auf die Strasse zu gehen.

Danach haben wir die Synagoge besucht, die sehr interessant und durch die offene Rede der Vertreterin der jüdischen Gemeinde sehr eindrucksvoll war. Wir sind auf der Jahresversammlung des Rates der Jüdischen Gemeinde gewesen. Danach hat uns die Vertreterin der Gemeinde die Information über die Gebäude der Synagoge und Jüdisches Leben in Kazan beigebracht. Ihre Worte, dass die Religion und die Gemeinde offen sein müssen, und jede, der Interesse hat, auch rein gelassen werden müsse, sind wirklich faszinierend.

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From left to right:

Robert Wöbke and Raissa Zalilova; Inside the Synagoge of Kazan; House of Häsäd Moshe Jewish Community Kazan.



Die letzte Nacht (17.11. zum 18.11.2007)
22 November 2007, 4:23
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Unser letzter Abend begann mit einem Einkaufsbummel durch die Stadt, noch schnell Impressionen einfangen mit der Kamera, dem folgte ein typisch tatarisches Abendmahl im „Bilyar“. Im Wohnheim an der Krasnaja Positzija dann Kofferpacken, noch einige Näpfchen Wodka und ein nächtliches Treffen mit einer adygischen Braut…

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Der Kamaz ist der wohl vielseitigste und mit 55.000 Stück allein 2007 der meistgebaute LKW der UdSSR und der heutigen Russländischen Föderation. Das Kamaz-Werk liegt an der Kama in Yar Tshalli (Nabereshniye Tshelny) in Tatarstan (In der Fensterfront: Alla saqlasin [Allah schütze uns]). Das ehemalige Kombinat KAMAZ war zu UdSSR-Zeiten der Partnerbetrieb des VEB Bremsenwerk Berlin, wo es auch eine „Musa-Dshalil-Brigade“ gab. Heute ist der alte Vorkriegs-Eigentümer des Bremsenwerkes auch wieder der neue Eigentümer: Die Firma Knorr-Bremse. Am 4.12.2007 wurde zwischen KnorrBremse und KAMAZ ein millionenschweres Abkommen über die Bildung eines Joint ventures unterzeichnet, im Beisein des Präsidenten der Republik Tatarstan, Mintimer Shaimiyev. Erfolgreich sind die tatarischen Piloten bei Truck-Ralleys weltweit (z.B. Paris-Dakar).

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Das Grafitti auf dem Foto rechts lautet: Tatarstan Freiheit.



Freitag, der 16.11.
20 November 2007, 11:43
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Das Ziel des Freitagsprogramms bestand darin, etwas mehr über die Geschichte und Kultur des tatarischen Volkes zu erfahren. Deswegen wurde beschlossen, früh am Morgen in ein Dorf (Kamaev) nahe Kasan zu fahren. Als erstes haben wir das Isko-kasanskij (Alt-Kasaner) Museum und Naturschutzgebiet besucht. Wie auch der Museumsführer betont hat, wurde dieses Dorf nicht zufällig ausgewählt. Genau hier wurden die Reste des alten Kasan gefunden. Während der Ausgrabungen wurden viele wertvolle Chroniken und Denkmäler entdeckt, die jetzt in den Räumen des Museums ihren Platz gefunden haben. Das Naturschutzgebiet gilt heute als ein Pilgerort für alle Gläubige.

Ein Paar Kilometer von dem Dorf Kamaev entfenrnt liegt noch ein kleines tatarisches Dorf, wo die Mehrheit der Bewohner tatarisch sprechen. Der Besuch einer Dorfschule hat uns gezeigt, dass alles gemacht wird, um die tatarische Sprache zu pflegen und an die nächsten Generationen weiterzuvermitteln. Alle Fächer in dieser Schule werden auf tatarisch unterrichtet. Aber Russisch steht auch auf dem Stundenplan und wird wie zweite Muttersprache gelernt. Im Kabinett der tatarischen Sprache haben wir auch viele Materialien über Musa Dschalil gefunden (Fotos, Gedichte, Artikel…), die uns bei der Gestaltung der Austellung in Berlin hilfsreich sein könnten.
Die abschließende Diskussion mit den Schülern bot uns die Möglichkeit, über das Schulleben in einer typisch tatarischen Dorfschule zu erfahren.

Zum Abschluss unserer Entdeckungsreise wurden wir zum Mittagessen ins Haus einer tatarischen Familie eingeladen, wo wir nicht nur die Essenkultur der Tataren sondern auch ihre Offenheit und Gastfreundlichkeit kennenlernten.

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Internet-Agentur Tatar-Inform about our project, 15.11.2007
19 November 2007, 7:54
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Студенты из Берлина и Казани обсуждают актуальные темы межкультурной коммуникации

15 ноября 2007 г. 14:31 logo.jpg

Татар-информ», Сергей Саввин.)

В Немецком доме РТ проходит недельная историко-культурная научная конференция с участием студентов из Берлина и Казани.

По информации члена оргкомитета и участника конференции – председателя совета молодежного клуба «Perlenkette» («Жемчужное ожерелье») при Немецком доме РТ Марты Галицкой, на конференции, проходящей под девизом «Учиться друг с другом, учиться друг от друга», обсуждаются две темы: «Вторая мировая война» (германских студентов очень заинтересовала личность Мусы Джалиля, его жизнь и творчество, в частности «Моабитские тетради») и «Межкультурная коммуникация». Исследования студентов комментируют приглашенные эксперты – председатель Совета по делам религий при Кабинете Министров РТ Ренат Валиуллин, научные сотрудники Института истории имени Шигабуддина Марджани Академии наук РТ – доктор исторических наук Дамир Исхаков и кандидат исторических наук Искандер Измайлов, учитель немецкого языка школы №72 Раиса Залилова (родственница Мусы Джалиля), директор Немецкого дома РТ Виктор Диц.

Участники конференции встретятся с представителями различных национальных общин республики, среди них польская и еврейская общины (молодежный клуб «Афифон»), дадут концерт для гостей в Немецком доме РТ.

Конференции в рамках «Триалога» проходят на немецком, английском и русском языках. Проект «Триалог» возник в 2002 году по инициативе студентов трех институтов – МГИМО, Санкт-Петербургского государственного университета и Свободного университета Берлина для проведения в городах-участниках научно-популярных конференций на выбранные студентами темы, сообщила Марта Галицкая. В последующие годы к инициативной группе присоединились студенты Киевского и Барнаульского университетов, Берлинского университета имени Гумбольта и других вузов. В 2005 году на основе «Триалога» была организован студенческий союз, в который вошли и студенты из Казани. В конференции традиционно участвует по 10 человек с каждой стороны.

Конференция продлится до 18 ноября.



Besuch im Musa Dshalil Museum, Kasan, 12.11.2007
16 November 2007, 4:13
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Unser Besuch im Dshalil-Museum

In Musa Djalil Museum arbeitszimmer-dshalil.jpg schlafkinderzimmer.jpg



Der vierte Tag in Kasan (Agnieszka)
16 November 2007, 4:11
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Am Vormittag haben wir uns nach eine schneereichen Anfahrt zum Deutschen Haus mit dem Umgang und der Bedeutung des 2. WK für Russland und Deutschland beschäftigt. Zuerst haben wir uns anhand einer sehr fruchtbaren Gruppenarbeit initiiert von Bulat M. in kleineren Gruppen zu folgenden Themen ausgetauscht: Das Leben der Familie während des 2.WK in Deutschland und der UdSSR, Totalitarismus in Nazideutschland und Sowjetrussland, Lehren aus dem 2. WK für die nachfolgenden Generationen und die Bedeutung des 2. WK für die deutsche Nachkriegspolitik. Es hat sich gezeigt, das sich das Leben während des Krieges unter materiellen Gesichtspunkten wesentlich unterschied, aber die Kriegserfahrungen auf beiden Seiten zu ähnlichen Erinnerungen an Leid, Familientrennung und Tod führten. Des weiteren wurde deutlich, dass die Totalitarität beider Regime unter Hitler und Stalin vergleichbar in Bezug auf Parteistaatlichkeit, Kommandostaat, Gewaltanwendung, Propaganda war, jedoch handelte es sich um zwei verschiedene Systeme mit unterschiedlichen Ideologien. Als Lehren aus dem 2. WK wurden der Wandel der Freund-Feind-Schemata und des Verständnisses der Internationalen Politik als Nullsummenspiel hin zu mehr Kooperationsbesterben, die Menschlichkeit als höchstes Gut und Werte wie Toleranz, Pluralismus und demokratisches Denken gezogen. Bezüglich der deutschen Nachkriegspolitik wurde die Teilung Deutschlands und Abhängigkeit beider Teile von der Blockpolitik, sowie der Wandel zum heutigen demokratischen Einheitsstaat, integriert in die EU und andere internationale Organisationen herausgearbeitet. Dabei zeigte sich, dass Deutschland in Russland positiv assoziiert wird und politisch die Bundesrepublik Deutschland für die Russische Föderation eher Freund bzw. Partner ist, aber dass in den Köpfen der Menschen beiderseits auch noch alte Feindbilder bestehen.

Anschließend befassten wir uns mit dem Thema der Deportationen und ihren Folgen für die Völker der Sowjetunion auf der Grundlage des Vortrags von Marta. Wir erfuhren, dass diese Repressionen von der russischen Regierung erst Ende der 80er Jahre als Genozid anerkannt wurden. Interessant war der Aspekt der Folgeprobleme und Konflikte bezüglich Grenzen, Sprachen, Kulturen und Entschädigungen sowie Rehabilitierung für das Zusammenleben in der sowjetischen wie postsowjetischen Zeit. Es wurde auch die Meinung vertreten, dass Deportationen eine stabilisierende Wirkung für die Nachkriegszeit hatten z.B. die Westverschiebung Polens.

Als kulturelle Pause des heutigen Tages besuchten wir das Museum der Kasaner Universität, welche als Imperatorische Universitär von Alexander I. gegründet und 1814 eröffnet wurde. Sie ist seit 1925 nach Lenin benannt, der hier 3 Monate Jura studierte bevor er der Universität als studentischer Aufrührer verwiesen wurde. Während der Führung wurde deutlich, dass deutsche Professoren und Forscher wie Karl Fuchs oder Gauss einen erheblichen Anteil an dem Ruf der Universität hatten und dass auch Tolstoj hier 3 Jahre lang an verschiedenen Fakultäten studierte.

Am Nachmittag zogen wir ein erstes Resume zu dem geschichtlichen Teil unseres Projektes. Wir diskutierten Geschichtsbilder und Perzeption Musa Dzalils in Russland/ Tatarstan. Dabei zeigten sich Brüche der Perzeption als sowjetischer Held sowohl in derselben Generation – einige lernten ihn in der Schule als sowjetischen Held, andere eher nur als einen tatarischen Dichter kennen wie auch generationenübergreifend – er wurde zur Sowjetzeit offiziell als Held verehrt, aber nicht alle teilten diese Auffassung, man sah ihn auch als Verräter und Kollaborateur an. Kontinuitäten in Bezug auf die Erinnerung an Dzalil zeigte sich bei der Perzeption als Held nach 1991 , diesmal als tatarischer Held. Auf die Frage, wie die Kasaner Teilnehmer Musa Dzalil kurz im Lexikon beschreiben würden, antworteten fast alle: „als berühmten, tatarischen Dichter der Kriegszeit“. Strittig blieb, ob die Information, dass er als sowjetischer bzw. tatarischer Held geehrt wurde und wird mit aufgenommen werden sollte in so einen Lexikonbeitrag. Wir haben festgehalten, dass es wichtig ist, sich über Unterschiede zwischen Erinnerung und Geschichte klar zu sein und wir noch den Fragen nachgehen müssen was Helden sind und welche Verantwortung Historiker bei der Historiographie haben.

Am Abend wurden wir im Deutschen Haus von verschiedenen Gruppen mit Musik, Theater und Tanz unterhalten. Spannend für mich war, dass sich in Bezug auf die Darstellung der Russlanddeutschen Fragen stellten, die ab morgen auch verstärkt Inhalt unseres Projektes sein werden wie Identität oder Selbst- und Fremdwahrnehmung.

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Der zweite Tag.(Mieste)
16 November 2007, 4:10
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Wie der französische Soziologe Pierre Nora schreibt, kann das kulturelle kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft in „lieux de mémoire“ – Orten der Erinnerung – manifestiert sein. Als „Erinnerungsorte“ kollektiven Bewusstseins können dabei alle symbolhaft verdichteten Manifestationen begriffen werden, in denen öffentliche Erinnerung identitätsstiftend wirksam ist, also außer geographischen Orten auch Ereignisse, Institutionen und Begriffe, Kunstwerke, Medien usw. Einen ersten Eindruck im Kontext der Musa-Džalil-Rezeption bekamen wir von den „lieux de mémoire“ im Musa-Džalil-Theater, auf dem Weg durch die Stadt – Džalil-Strasse und –Denkmal als auch anhand der Geschichtsschulbücher, die uns Djamiliya vorstellte.

Nach hastigem Frühstück und erfrischend klarer Winterluft begann unser Programm mit einem Input-Referat zum Thema Kollaboration von Zina. Ihre Übersicht hatte sie gestützt auf Arbeiten von Rüstem Gaynetdinov und Iskander Giljazov zu diesem Thema. Gaynetdinov ist Historiker am Šaibuddin Mardžani-Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften Tatarstans und Leiter des Außenamtes des Weltkongresses der Tataren (WKT). Giljazov ist Professor an der Lenin-Universität Kasan. KGU.

Es stellte sich heraus, dass nicht alle Teilnehmerinnen über Leben und Werk Musa Džalils vorinformiert hatten, so dass sich Ihnen das Thema Kollaboration mit der Deutschen Wehrmacht nicht erschloss. Eine allgemeine Einführung in das Thema „Geschichtsbilder – Džalil-Rezeption“ wäre hier sinnvoll gewesen.

Den zweiten Teil eröffnete Džamiliya mit einem Überblick über Leben und Werk des Dichters Musa Džalil, wie es in den offiziellen Geschichtsschulbüchern der Republik Tatarstan, also in den regionalen Schulbüchern, dargestellt wird. Weitere Quellen waren das Buch “Po sledam poeta-geroja“ von Rafael Mustafin (1973), „Po zaveščaniju Musy Džalilja“ (R. Khakimov / Übersetzt von Gazi Kaššaf 1984) und sowie ein Interview von Konstantin Simonov mit dem belgischen Ex-Häftling und Freund Musa Džalils Andre Timmermanns aus der Zeitschrift „Kazan utları“ (2/2006).

Uns fiel auf, dass die Ikonografie des Helden, wie sie zu Sowjetzeiten wohl üblich war – Dichter, Kämpfer, Held, Ehemann, Vater – in den Schulbüchern weiter tradiert wird. Persönliche Brüche wie Beziehungen, Kinder mit anderen Frauen, die Arbeit für die „Tatarische Leitstelle im Ostministerium“ oder die Stigmatisierung als Verräter bis 1956 werden nicht thematisiert, obwohl Erkenntnisse dazu vorliegen.

Sehr imteressant und anregend für unsere anschließende Diskussion war der Film „Musa Džalil“ mit Interviews des Džalil-Experten Mustafin. Gerade diese Brüche in der Biographie Džalils wurden hier thematisiert. Eine Frage blieb abschließend im Raum: Was wäre geschehen, wenn Džalil wie tausende Andere auch aus deutscher Gefangenschaft zurückgekehrt wäre? Filtration, GULAG, Tod, Tabu?

Die Untersuchungen von Schulbüchern bezüglich der Musa-Džalil-Rezeption möchte ich mit Džamiliya weiterführen, systematisieren und schriftlich fixieren, aber auch andere „lieux de mémoire“ fotografisch festhalten.

Fragen:

Wenn Džalil bis 1956 persona non grata war, wie entstand dann das Gemälde von Jakupov „Unter Anklage“ von 1954?

Musa Dshalil Büste im Inst. für Geschichte AdW  Rep. Tatarstan Musa Dshalil Büste im Tatarischen Akademischen Staatlichen Musa Dshalil Thetaer für Oper und Ballett KasanMusa Dshalil Büste im Tatarischen Akademischen Staatlichen Musa Dshalil Thetaer für Oper und Ballett KasanMusa Dshalil Plakette  an der Ecke Dshalil/Baumann urami



Eindrücke aus Kasan von Sonntag, den 11.11.07(von Lisa)
16 November 2007, 4:09
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Schon in den ersten Gesprächen mit unseren Kasaner Partnern wurde mir, sowie einigen anderen deutschen Teilnehmern, die zwar Russland schon viele Male bereist und erlebt hatten, jedoch Kasan und die Republik Tatarstan bisher noch nicht besucht hatten, meine etwas verzerrte Wahrnehmung unseres Reiseziels klar. Trotz meiner Vorbereitung auf die Konferenz mit den Kasaner Studenten, gab ich als Reiseziel immer Russland an. Politisch trifft das zwar auch zu, aber für die kulturelle Identität vieler Kasaner wirken der muslimische Glaube und die ethnische Zugehörigkeit zu anderen Turkvölkern wesentlich stärker als die Identifikation mit einer „russischen“ Kultur. Mein Irrglaube mag zum einen auf die geringe Präsenz tatarisch bezogener Themen in den deutschen Medien zurückzuführen sein, damit zusammenhängend dann aber auch deren oft pauschale Subsummierung unter dem viel gerühmten Begriff „Vielvölkerstaat“, ohne sich dessen Bestandteile genauer vor Augen zu führen. Ausnahmen bilden dann nur Krisenregionen wie der Kaukasus, sodass das Bild der Kasantataren, wie mehrmals von den Kasaner Teilnehmern abwehrend berichtet, durch diese negativen Bilder geprägt wird. Die Frage nach den unterschiedlichen Ausprägungen der vielschichtigen Identitäten in Kasan hat uns den ganzen Tag begleitet. Dabei hatte ich den Eindruck, dass Ideen einer gemeinsamen Identität der Tataren und Russen als Bürger der Republik Tatarstan, d.h. als Tatarstaner, neben der Betonung einer eher ethnisch definierten kulturellen Identität als Tataren her läuft. Eine Identifikation mit dem russländischen Staat, ohne Bezugnahme auf die tatarische Kultur schien mir unter den Studenten eher weniger verbreitet. Wie kontextabhängig eine Identität sein kann, beschrieb eine Kasaner Studentin, die sich im Ausland meist als Russin bezeichnet, d.h. als Bürgerin des Staates, innerhalb Russlands jedoch als Tatarin und innerhalb Tatarstans wiederum als Mischärin.

Eines der Ziele unseres Seminars wird die Untersuchung der Frage nach der vielschichtigen Bedeutung des tatarischen Dichters Musa Djalil (1906-1944) sein, dessen Verdienste für die tatarische Kultur viel gerühmt werden in Tatarstan. Zudem erhielt er nach dem Zweiten Weltkrieg posthum den Ehrentitel „Held der Sowjetunion“. Neben der Benennung des Kasaner Opernhauses, sowie einer Straße in der Innenstadt nach Djalil, lassen sich weitere konkrete Beispiele für eine Stilisierung seiner Person finden. In den Räumen seiner ehemaligen Wohnung in Kasan wurde ein Museum eingerichtet, zudem wurde in sowjetischen Zeiten ein meterhohes Denkmal vor dem Kasaner Kreml für ihn errichtet.

Der Kreml gilt über die Grenzen Tatarstans hinweg als Symbol für das friedliche Nebeneinander von Christentum und Islam, von Russen und Tataren. Im Herzen der Stadt, im politischen Zentrum, wurde vor wenigen Jahren neben einer russisch-orthodoxen Kirche eine neue Moschee errichtet, die das religiöse Zentrum der tatarischen Muslime in der Region geworden ist. Während unseres Seminars soll diese Symbolik nach ihrer Bedeutung für die Identität von Tatarstanern untersucht werden.